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Königsinfo  

 

Häufig gestellte Fragen:

Ein Schützenfest, ohne Krönung und ohne Königspaar ist wie ein Fußballspiel ohne Ball, Schiff ohne Wasser, Festumzug ohne Marschmusik oder Strandurlaub ohne Sonnenschein. Sicher sind viele Schützen nicht abgeneigt, sich auch einmal der Herausforderung zu stellen. Doch zwischen dem Wunsch und der endgültigen Entscheidung dazu liegen viele Zweifel und Fragen. Diese wollen wir durch diese Königsinfo ausräumen und beantworten, damit sich jeder, der es möchte, wirklich traut auf den Königsvogel zu schießen.

 

Denn auch heute noch gilt: Jeder Schütze kann König werden!

 

Die wahrscheinlich wichtigste Frage lautet: Was kostet das?

Zahlen wollen und können wir hier nicht nennen, da jeder König es mit den weiter unten genannten Dingen anders hält.

 

Fragen wir also: Für was ist der König zuständig? 

1. Für das Königsschießen muss jeder Bewerber eine Königskarte beim Schießmeister erwerben. Die Königskarte kostet € 120,--. Der Erwerb einer Königskarte kann nur durch ortsansässige, männliche Schützen des Geburtsjahrganges 1996 und älter erfolgen, die im Besitz einer Vollschützenkarte sind. Ortsansässig im Sinne des Regimentsbefehls heißt, dass der Schütze seinen ständigen Wohnsitz seit mindestens 12 Monaten im Bereich der ehemaligen Gemeinde Meinerzhagen haben muss, die vor der mit Wirkung vom 1. Januar 1969 erfolgten Neugliederung des Landkreises Altena (Gebietsreform) bestand.

 

2. Für das traditionelle Freibier am Montagmorgen muss der neue König nur einen Anteil von € 2.500,-- zahlen.

 

3. Kleider der Königin – Für die Krönung nach dem Königsschuss benötigt die neue

stolze Königin ein bodenlanges Abendkleid. Evtl. kann das Kleid auch aus den Beständen der Vorstandsfrauen ausgeliehen werden. Dies sollte allerdings im Bedarfsfall im Vorfeld abgeklärt werden. Drei bodenlange Abendkleider sind erst zwei Jahre später für das eigene Schützenfest nötig. Man kann sie neu oder gebraucht (d.h. in der Regel wie neu, aber für ein Drittel des Neupreises) kaufen, ein Leihen bei entsprechend eingerichteten Häusern ist ebenfalls möglich.

 

4. Kleidung des Königs – Für die Krönung benötigt der beste Schütze eine schwarze Hose, weißes Hemd, schwarze Socken und schwarze Schuhe. Der Gehrock wird von der Gesellschaft gestellt.

Volkstrauertag trägt der König einen schwarzen Anzug und dunklen Mantel.

 

5. Das Königspaar richtet traditionell das letzte Ehrendamentreffen auf dem Schützenplatz aus. An diesem Termin findet die Generalprobe für das Ehrenmal, Säbelexerzieren, Polonaise und Krönung statt.

 

6. Schmücken beim König, am Mittwoch vor dem Fest – Auch hier steckt man selbst den Rahmen ab: Wen / wie viele Gäste lade ich ein? Wie aufwändig mache ich das Essen? Musik von CD ist völlig okay.

 

7. Wir benötigen für den Weihnachtsgruß vor dem Schützenfestjahr ein Bild des Königspaares. Es sollte von ordentlicher Qualität sein, muss aber nicht von einem professionellen Fotografen gemacht sein. Für die zu schaltende Anzeige erhält das Königspaar einen Zuschuss von € 150,--. Das sind im Wesentlichen die Dinge, die Geld kosten. Seitens des Vorstandes gibt es hier jederzeit Beratung, aber keine Erwartungen oder Vorgaben.

 

Wir appellieren seit Jahren: Messt Euch nicht an den Vorgängern, versucht nicht den/ die Vorgänger zu Toppen durch welche Events auch immer. Was letztlich zählt ist nicht der finanzielle Aufwand, sondern die Sympathie des Königspaares, seine Begeisterung und Freude am Schützenwesen, die ansteckt!

Wer grob nachrechnet stellt fest, dass das Königspaar nicht unbedingt viel Geld bezahlen muss – immer vorausgesetzt man will nicht die Vorgänger in irgendeinem Punkt übertrumpfen.

 

Die zweitwichtigste Frage lautet: Welche Verpflichtungen habe ich? 

1. Im Königsjahr ist der König Mitglied des Vorstandes und zu allen Vorstandssitzungen und Fahnenstammtischen eingeladen. Die Königin erhält die Einladungen zu den Schützenfrauentreffen.

Teilnahme ist erwünscht, aber keine Pflicht. Oft verhindern z.B. berufliche oder private Verpflichtungen eine durchgehende Präsenz.

 

2. Der König ist in den zwei Jahren seiner Amtszeit Repräsentant der Schützengesellschaft Meinerzhagen. Das Königspaar ist offiziell eingeladen beim Schützenfest in Valbert (1x jährlich), Schützenfest in Kierspe Dorf oder Kierspe Bahnhof (im jährlichen Wechsel), vier Ehrendamentreffen im Schützenfestjahr, Generalversammlungen der Schützengesellschaft (Königin nur bei der letzten vor dem Fest) und Gedenkfeier zum Volkstrauertag (nur König).

Zu allem unter 2. Gesagten gilt: Der König ist in diesen Situationen nie allein. Alle Mitglieder des Vorstandes und insbesondere der Königsadjutant stehen an seiner Seite.

Der Königsadjutant steht den amtierenden Majestäten bei allen „protokollarischen“ Fragen jederzeit beratend zur Seite

 

Die dritte Frage lautet vermutlich: Welche Vorgaben gibt es, was kann ich selbst entscheiden? 

Dazu ist zunächst zu sagen, dass alle Belange im Gespräch und einvernehmlich entschieden werden.

Natürlich gibt es Vorgaben seitens des Vorstandes. Diese beziehen sich vor allem auf die Dinge, die für eine würdige Gestaltung unserer traditionellen Feste und der Repräsentation der altehrwürdigen Schützengesellschaft wichtig sind.

 

Ein paar generelle Regeln:

Berufliche Verpflichtungen haben Gewicht. Natürlich sollte man sich für die zwei Königsjahre darauf einstellen, dass man ein bisschen weniger Freizeit hat. Aber wenn man aus beruflichen oder zwingenden privaten Gründen einen Termin nicht wahrnehmen kann, so wird dies als Realität akzeptiert.

In diesem Jahr kann das neue Königspaar auf Wunsch zwei weitere Paare (Freunde, Familienangehörige etc.) in den Hof einladen, um mit diesen und den Vorstandspaaren die neue Schützenfest-Session zu feiern. Die damit verbundenen Rahmenbedingungen erklären wir bei Interesse sehr gerne im Vorfeld.

Jede kreative Idee, die der König hat um seiner Amtszeit eine besondere, individuelle Note zu geben ist willkommen.

Das Königspaar soll seine Amtszeit genießen, Spaß haben, Freude haben und Freude verbreiten.

Dies ist ganz im Sinne der Schützengesellschaft Meinerzhagen. Aber es gibt neben dem Spaß und der Freude auch die Pflicht. Und diese heißt, wie oben schon gesagt: Die würdige Repräsentation der Schützengesellschaft Meinerzhagen durch die amtierenden Majestäten.

Das ist bisher immer gelungen und wird auch in Zukunft so sein, da der König sich des „Coaching“ seitens des Vorstandes sicher sein kann.

 

Die vorletzte Frage, für manche vielleicht ein heikler Punkt: Muss ich ein Volksredner sein?

Nun, diese Frage ist schnell beantwortet: Nein, bei uns muss der König keine Rede an sein „Volk“ richten.

 

Die letzte, vielleicht wichtigste Frage lautet: Was habe ich davon?

Hier empfehlen wir zunächst, mit früheren Königen zu sprechen, denn die können diese Frage aus eigenem Erleben beantworten. Wir haben dies natürlich auch getan und erfahren, dass bisher noch kein Königspaar diesen Schritt bereut hat.

 

Ein paar Zitate ehemaliger Majestäten:

· Es war eine wunderschöne Zeit.

· Ich kann es nur jedem empfehlen

· Wir sind froh, dass wir uns das getraut haben

· Es gibt nichts Vergleichbares

· Am schönsten waren die vielen Kontakte

· Auch nach vielen Jahren bleibt dies ein unvergessliches Erlebnis

 

Wir kehren zum Anfang zurück: Was ist ein Schützenfest ohne Königspaar? 

Wir meinen: Viele Schützen sollten den Wunsch haben, auch einmal die Jahrhunderte alte Schützengesellschaft Meinerzhagen als König zu repräsentieren, mit der Kutsche an der Spitze der Festumzüge zu fahren und an der prachtvollen traditionellen Polonaise teilzunehmen.

Wenn ich Blaukittel beim Meinerzhagener Schützenfest bin habe ich nicht nur Rechte und Nutznießung, sondern auch eine Verpflichtung. Dies kann ich nicht an „die da oben“, sprich Vorstand, delegieren.

 

Jeder ist aufgerufen!

 

Sicher, es kostet etwas, vor allem Zeit und Einsatz.

 

Aber der Gewinn ist eine unvergessliche Zeit: Erlebnisse, die durch kaum etwas Anderes zu ersetzen sind, schöne Erinnerungen, die auch in Jahrzehnten noch lebendig sind, neue Freundschaften, die sonst nie entstanden wären.

In der hier vorliegenden Königsinfo geht es nicht darum, jedes Detail anzuführen, sondern einen Rahmen abzustecken. Dem entsprechend fehlen vielleicht Einzelheiten, die aber sicher nicht zu unliebsamen Überraschungen führen dürften.

Wenn Fragen unbeantwortet geblieben sind: Fragt nach! Anruf genügt.

Gerne begrüßen wir die Aspiranten auf die Königswürde im Schießstand, wünschen eine glückliche Hand sowie ein zielsicheres Auge und freuen uns aufrichtig auf das neue Königspaar.

 

Horrido

 

Vorstand der Schützengesellschaft Meinerzhagen e.V., gegr. vor 1582

Meinerzhagen, im Juni 2016